Auktion 171, Los 680
Altdeutschland
Halberstadt, Bistum, Gero von Schermbke 1160-1177
Halbbrakteat. 0,75 g. +REXSTEPHANVSADE///EI// Innerhalb eines Gebäudes durch eine Blume getrennt die Brustbilder der Äbtissin und des Heiligen Stephan einander gegenüber / +SATVS+DOMINVS///. Kreuz, in den Winkeln je eine Kugel, darum Fadenkreis, Strichkreis, Fadenkreis, Kreis aus Kugeln und Strichkreis. Anscheinend eine Gemeinschaftsprägung mit der Quedlinburger Äbtissin Adelheid III. von Sachsen. Fd. Freckleben 23 var., Slg. Friedensburg vergl. 850. In der Sammlung Friedensburg wird ein sehr ähnliches Stück mit gleicher Vorderseitendarstellung und einer anderen variierenden Rückseite beschrieben. Cahn sieht den Bischof dem Heiligen Stephan gegenüber. Deutlich erkennen wir eine weibliche Person mit Nonnenschleier links und eine männliche Person mit Heiligenschein. Während das Stück bei Friedensburg eine Trugschrift aufweist und auch die Stücke aus dem Fund von Freckleben entweder nur den Heiligen Stephan nennen oder ebenfalls korrumpierte Umschriften aufweisen, wird bei unserem Stück nach dem Heiligen Stephan eindeutig Adelheid genannt.
Prägeschwäche, Schrötlingsriss, sehr schön - vorzüglich

